Das männliche Klimakterium Klimakterium virile (Andropause)

 

„Burn-out-Syndrom" und „Midlife-Crisis" Bezeichnungen die jedem geläufig sind, meist sind sie eine Ersatzbezeichnungen für das Klimakterium des Mannes.

Eine Tatsache der wenig Beachtung geschenkt wird ist, dass auch der männliche Körper ab dem 45. Lebensjahr eine hormonelle Umstellung erlebt. Diese Zeitspanne wird als männliches Klimakterium bezeichnet.

Diese These die der Androloge August H. Werner schon 1939 aufstellte, hat sich immer noch nicht überall etabliert:

Bleibt doch die Zeugungsfähigkeit des Mannes bis ins hohe Alter erhalten, im Gegensatz zur Fruchtbarkeit der Frau, die mit der Menopause endet.
Aber auch beim Mann beginnt ab der „Lebensmitte“ der persönlich erlebte und auch allgemein sichtbare Alterungsprozess.

Dieser zeigt sich sowohl in seelisch bedingten Veränderungen, als „Midlife-Crisis" bezeichnet, als auch in biologischen Phänomenen. Die Grenzen zwischen den biologischen Wechseljahren und der „Midlife-Crisis" sind dabei fliessend.


Obwohl die Ansichten der Wissenschaftler in einzelnen Aspekten teilweise voneinander abweichen, ist mittlerweile der Begriff „Klimakterium virile" oder „Männliches Klimakterium" für den biologischen Alterungsprozess des männlichen Körpers akzeptiert.

Die Zeit des männlichen Klimakteriums ist gekennzeichnet durch das deutliche Nachlassen der Testosteronsekretion im Hoden infolge altersbedingter Veränderungen der hormonellen Vorgänge beim Mann zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.
Als typische Symptome klimakterischer Männer gelten das Nachlassen der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit, Herzklopfen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Haarausfall, Schlafstörungen, Bauchansatz, Depression, Schmerzen in Gelenken und im Rücken, sowie eine Abnahme von Libido und Potenz (erektile Dysfunktionen können nicht nur psychogen, sondern auch durchblutungs- und nervenbedingt auftreten).

In diesem Lebensabschnitt treten zudem häufig kritische psychosoziale Belastungen auf.
Typische Merkmale der Andropause, wie oben aufgeführt, sollten vom Mann bewusst wahrgenommen, akzeptiert und erkannt werden. Warnende Körpersignale und Beschwerden haben nichts mit „Jammerei" und „Schwächlich-keit" zu tun. Eine schrittweise Auseinandersetzung, die mit der Tatsache des Alterns zu tun hat und eventuell mit den männlichen Wechseljahren verbunden ist, ist hier gefordert.

Bevor die Diagnose „Männliches Klimakterium“ gestellt werden kann, müssen andere Krankheitsbefunde ausgeschlossen werden. Lassen sie sich von ihrem Hausarzt gründlich untersuchen.

Tatsache ist, daß der Testosteronspiegel ab dem 40. Lebensjahr um 1,2 Prozent im Jahr sinkt. Der hormonproduzierende Stoff DHEA (Dehypdroephiandrosteron) reduziert sich im Alter zwischen 30 und 50 Jahren um ein Drittel. Darüberhinaus bewirken privater und beruflicher Stress einen Mangel an Cortisol. Gerade dieses ist jedoch für die Mitproduktion des Hormons Östrogen verantwortlich. Östrogenmangel ist dabei nicht nur für Haarausfall und Fettablagerungen verantwortlich, sondern eine der wesentlichen Ursachen für den vorzeitigen Tod von Männern durch Überbeanspruchung des Herzens und der Prostata.

 

Wie bei den weiblichen Wechseljahrbeschwerden gibt es auch für den Mann eine Vielzahl von alternativ therapeutischen Methoden sich dem „älter werden“ zu stellen.